Pasci

Die Trompete
Es ist schade und ein Zeichen des Niedergangs unserer abendländischen Kultur, wenn grosse Zeitungen ihr Korrektorat abschaffen. In einem unserer Pressetexte steht:
"Wir versuchen noch immer zu rumpeln, so fest es geht, auch wenn wir zunehmend länger brauchen, uns davon zu erholen."
Daraus machte der Tages-Anzeiger am 20.12.2008:
"Sie versuchen noch immer zu rumpeln, so fest es geht, auch wenn wir zunehmend länger brauchen, uns sich davon zu erholen."
Gutnacht
 
 
Einmal im Leben nach Barcelona, davon träumt jede Band. Da sind wir keine Ausnahme. Im September 2007 sind wir dann hingefahren. Am Strand konnte man sich für 5 Euro gut massieren lassen, die Dose Estrella kostete nochmals 2, so hatte man für 7 Euro eine recht gute Laune beisammen. Da kann man nichts sagen. Untergebracht waren wir in einem von Gaudis Urenkel nach avantgardistischen Massstäben eingerichteten Appartement (s. Bild).

  
Presidente Pasci
 
Das mit dem "Presidente" und die zwei schönen Bilder meines von Märt bemalten Anzuges hat mir der Hefe reingehängt, vermute ich. Ich bin Präsident unserer eigenen Plattenfirma Noman Records. Weil wir uns angesichts unseres Millionen-Umsatzes etwas absichern wollten, haben wir irgendwann mal einen Verein gegründet, eben den Verein Noman Records mit Sitz in Engelberg. Und weil jeder Verein einen Präsidenten braucht, bin ich das nun, seit vielen Jahren. In dieser Funktion werde ich z.B. jedes Jahr zur 1.August-Feier in Engelberg eingeladen. Oder ich darf fürs Engelberger Jahrbuch über unser Vereinsleben schreiben. Es ist also im Prinzip ein Repräsentativamt. Also eigentlich das selbe wie der Bundespräsident in der Schweiz. Ein guter Vergleich, wie ich finde.
 
Jetzt zu etwas Älterem. Ich habe dieses Rezept vor zwei Monaten in meinem Italienisch-Dix gefunden. Es stammt aus dem Jahr 2003 und wurde auf der Mittelmeerinsel Salina ausgestellt, für mich, vom Inselarzt. Ich hatte ihn aufsuchen müssen, nachdem mich beim morgendlichen Bad im Meer eine Qualle erwischt hatte, frontal im Gesicht. Es tat fürchterlich weh und ich sah nicht gut aus. Wir waren ja da in den Probeferien, auf Salina (s. auch Video zu "Tous ce que vous voulez"). Den Rest der Ferien ging ich nicht mehr allein ins Wasser. Es mussten immer mindestens zwei Kollegen aus der Band voraus schwimmen und das Nass auf Quallen überprüfen. Was sie auch tatsächlich taten. Und was ich ihnen nie vergessen werde. 
Herr Dottore Paolo Idone fackelte dann nicht lange, brummte etwas von " Si, si, medusa", und verabreichte mir ohne die geringste Spur von Mitleid eine harte Dosis Kortison. Die Spuren blieben lange sichtbar. Ich konnte mich einen Monat lang nicht rasieren. Was aber egal war, weil ich mich sowieso nicht gern rasiere. Und wenn mich jemand auf meinen kümmerlichen Bart ansprach, konnte ich sagen: "Ich kann mich leider nicht rasieren, ich wurde vor Sizilien von einer Qualle genesselt." Damit holte ich sehr viele Punkte. Also ich bildete es mir auf alle Fälle ein.